Meine Geschichte beginnt mit meiner Geburt im Jahr 1978 in Sonnenberg. Schon als kleiner Bub verbrachte ich viel Zeit mit meinem jüngeren Bruder Alexander Johannes in den Weinbergen des Weinguts meiner Eltern in Erbach. Eine tolle Zeit: viel Natur, viel Freiheit und dass wir schon früh mitarbeiten durften (mussten? ) hat rückblickend auch nicht geschadet. So konnte ich mein Taschengeld aufbessern und früh lernen, dass man etwas tun muss, wenn man etwas bekommen will.

Wiesbaden habe ich dann mehr während meiner Schulzeit auf der CvO und natürlich an den Wochenenden kennen-, entdecken- und lieben gelernt. Heute lebe ich mit meiner Freundin  Saskia in Wiesbaden. Saskia begleitet mich seit 13 Jahren und wir sind ein tolles Team. Ihre Meinung, ihr Rat und ihre Unterstützung haben für mich eine ganz große Bedeutung. Danke Saskia!

Weil mir Fairness und Gerechtigkeit schon immer wichtig waren, habe ich mich nach dem Abi für ein Jurastudium entschieden und bin schon als Jugendlicher politisch aktiv gewesen. Nach dem Studium habe ich dann einige Jahre als Anwalt gearbeitet. Seit sieben Jahren bin ich Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Hobbies? Klar, ich liebe Wein und spiele – leider immer seltener – Fußball und Tennis. Auch gemütliche Sonntage mit einem spannenden Buch auf dem Balkon kommen leider immer häufiger zu kurz.

Na ja, und ich muss gestehen, dass ich begeistert Serien schaue: The Big Bang Theory, um einfach mal abschalten und lachen zu können, oder House of Cards, um ein herrlich überzeichnetes Politikbild zu erleben. Dann merkt man, dass die Realität doch nicht ganz so schlimm ist.

Wenn ich mir mein Leben anschaue, kann ich sagen, auf der einen Seite habe ich viel Glück gehabt. Aufgewachsen im wunderschönen Rheingau, das ebenso schöne und vielfältige Wiesbaden, das nun meine Heimat ist, gleich um die Ecke, eine wunderbare Lebensgefährtin, und berufliche Aktivitäten, die mir Spaß machen, bei denen ich mich weiterentwickeln und gleichzeitig etwas bewegen kann.

Auf der anderen Seite hab ich eben nicht nur Glück gehabt, sondern früh gelernt, dass man etwas für sein Glück tun muss, dass man sich engagieren muss. Bei uns auf dem Weingut hab ich immer einfach angepackt, es einfach gemacht, wenn es etwas zu tun gab. Das hat mir später sehr geholfen: einfach machen, einfach anpacken und die Dinge nicht komplizierter machen, sondern so einfach wie möglich.